Hilfe zu Hause

Privathaushalte sollten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie besondere Vorschriften beachten, wenn sie eine Putzfrau, einen Gärtner oder für weitere Tätigkeiten (nachbarschaftliche) Hilfe beanspruchen.


Grundsätzlich können Angehörige und externe Dienstleister weiterhin Arbeiten bei Ihnen zu Hause verrichten, solange kein erhöhtes Risiko für eine Infektion besteht. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) rät diesbezüglich zwar zu grösster Zurückhaltung. Allerdings besteht dann die Gefahr, dass betreuende Angehörige nebst allen anderen Aufgaben auch noch die Putzarbeit oder Reparaturdienste übernehmen und vollends überlastet sind. Unser Rat: Wägen Sie die Pro- und Kontra-Argumente sorgfältig gegeneinander ab.


Sämtliche Dienstleister müssen sich jedoch strikt an die Abstandsregeln halten. Auf das Händeschütteln bei der Begrüssung und Verabschiedung ist zu verzichten. Alle Helfenden müssen unmittelbaren Zugang zu Seife und Wasser haben, damit sie sich beim Betreten der Wohnung die Hände waschen können.


Der Kurzbeitrag «Darf die Putzfrau noch zu mir kommen» von Radio SRF enthält wertvolle Tipps zum Thema. Zum Beispiel, dass man sich nicht gleichzeitig mit der Reinigungskraft im selben Raum aufhalten sollte. Oder dass es sinnvoll ist, anschliessend die Zimmer gut zu lüften und heikle Stellen wie Türfallen oder Wasserhähne zu desinfizieren. Bei Handwerkern oder beim Gärtner ist es in der Regel kein Problem, genügend Abstand einzuhalten. Wer es sich zur Gewohnheit gemacht hat, letzterem im Garten zur Hand zu gehen, sollte derzeit darauf verzichten.


Eine Spezialsituation ist die Betreuung durch das Spitex-Personal, das naturgemäss engen Kontakt zu pflegebedürftigen Personen hat, die aufgrund ihres Alters und ihres Gesundheitszustands oft zu den Corona-Risikogruppen zählen. Es kann auch sein, dass infizierte Menschen mit milden Symptomen auf Betreuung durch die Spitex angewiesen sind. Das Bundesamt für Gesundheit hat deshalb Mitte März Empfehlungen für das Spitex-Personal veröffentlicht, die besondere Sicherheitsmassnahmen wie das Tragen von Hygienemasken, Handschuhen und Schutzkleidung vorsehen. Diesbezüglich müssen Sie sich also keine Sorgen machen.